Henji Mboyo turnt sich im Mehrkampf-Final auf historischen 12. Platz

  • 22. Oktober 2021

  • Vasilije Mustur

  • FIG-Photos

Nach einer guten Qualifikation konnte sich Henji Mboyo im Mehrkampf-Final der Kunstturn-Weltmeisterschaften vom Freitag, 22. Oktober 2021 in Japan erneut deutlich steigern: Der Zürcher Kunstturner lieferte starke Leistungen an allen sechs Geräten ab und beendete den Wettkampf auf dem hervorragenden 12. Schlussrang.

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Den Wettkampf geniessen und lockerer durchturnen: Diesen Vorsatz hat sich der Schweizer Kunstturner Henji Mboyo für den Mehrkampf-Final nach der Qualifikation gefasst - und der Zürcher konnte diesen Vorsatz gleich zu Beginn erfolgreich umsetzen. So zeigte Henji Mboyo an den Ringen eine gute Darbietung ohne Fehler und reüsierte auch beim Abgang ohne Probleme. Ein Start nach Mass für den Schweizer Mehrkämpfer. Diese Leistung honierten die Kampfrichter mit 13,400 Punkten.

Diesen schwungvollen Start nahm der Zürcher Kunstturner gleich mit zum nächsten Gerät - dem Sprung. Trotz eines Ausfallschrittes bei der Landung, erturnte sich der Schweizer am Sprung gute 14,058 Punkte. Damit verbesserte Mboyo seine Leistungen bei den ersten beiden Geräten im Vergleich zur Qualifikation klar. «Am Sprung hatte ich bei der Landung ein wenig zu kämpfen, aber ich konnte dieses Gerät gut beenden», sagte ein überglücklicher Mboyo dazu.  

Souveräne Leistungen am Barren und Reck

Nach den beiden Startgeräten lieferte Henji Mboyo am Barren ebenfalls eine solide Leistung ab. Zwar knickte der Barrenspezialist bei einem Element kurz ein und musste auch bei der Landung einen Ausfallschritt in Kauf nehmen. Der Schweizer ergatterte sich trotz dieser kleineren unsauberen Ausführungen am Barren 13,900 Punkte. «Schade, dass mich dieser Fehler 0,5 Punkte gekostet hat», sagte der Zürcher rückblickend zu seiner Leistung an diesem Gerät. 

Besser gelang Henji Mboyo die Darbietung am Reck. Dort absolvierte der Mehrkämpfer eine starke und fehlerlose Übung mit einer souveränen Landung. Das Resultat: 13,933 Zähler. Dank diesen ausgezeichneten Darbietungen an den ersten vier Geräten stiess Mboyo kurzzeitig sogar bis auf Zwischenrang fünf vor. «Ich musste als Erster ans Reck. Das mag ich nicht besonders und trotzdem habe ich bei diesem Gerät einen guten Job gemacht», sagte Mboyo. Damit aber nicht genug: Der 23-Jährige setzte seinen Wettkampf mit einer guten Boden-Übung fort. Mit kraftvollen Sprüngen und ansehnlichen Elementen absolvierte Mboyo sein fünftes Gerät ohne Schwächen und erhielt dafür 13,700 Punkten. 

Mboyo setzt sich am Pauschenpferd die Krone auf

Den krönenden Abschluss des Mehrkampf-Finals bescherte sich Henji Mboyo mit einer fehlerfreien und eleganten Übung am Pauschenpferd. Unter dem Strich brachten diese Leistung dem Schweizer 13,700 Punkte ein.

Damit beendet Mboyo den Mehrkampf-Final auf dem hervorragenden und historischen 12. Schlussrang. Letztmals gelang einem Schweizer Kunstturner eine gleiche Rangierung Pablo Brägger an den Weltmeisterschaften im kanadischen Montreal im Jahre 2017. Henji Mboyo zeigte sich denn auch überwältigt von seiner eigenen Performance:  «Ich konnte mein Ziel umsetzen und mich im Final steigern. Ich war lockerer unterwegs - obwohl ich vor dem Wettkampf sehr angespannt war. Jetzt bin ich einfach unglaublich stolz und zufrieden über meine Leistung», sagte Mboyo weiter.

Seinen letzten Wettkampf absolvierte der Zürcher vor drei Jahren. Deshalb habe er mit einem solchen Abschneiden nicht gerechnet - doch nun will Mboyo mehr: «Das ist eine gewaltige Motivationsspritze. Ich habe Blut geleckt. Ich gehe jetzt nach Hause und werde in Zukunft mit dem Team intelligent trainineren.»

Herzschlagfinal um Gold

Währenddessen lieferten sich die japanischen und chinesischen Topturner Daiki Hashimoto und Boheng Zhang ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Goldmedaille im Mehrkampf. Von Beginn an schenkten sich die beiden nichts und turnten am Boden auf Weltklasse-Niveau. Daraufhin leisteten sich Hashimoto und Zhang beim Pauschenpferd eine Baisse, um gleich danach beim Barren überragende Übungen abzuliefern.

Somit fiel die Entscheidung um Gold am letzten Gerät, dem Reck. Mit dem besseren Ende für den chinesischen Kunstturner Zhang. Der Ukrainer Illia Kovtun sicherte sich hinter Zhang und Hashimoto die Bronze-Medaille. 

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