Schutzkonzepte Turnsport

Der Bundesrat hat am 26. Mai 2021 Änderungen der Massnahmen gegen den Anstieg der Infektionen mit dem Coronavirus beschlossen, die auch den Sport betreffen und ab dem 31. Mai 2021 gelten.

Die Änderungen betreffen insbesondere Publikumsveranstaltungen und den Trainingsbetrieb im Amateursport.


Allgemein
Im Freien und in Innenräumen darf unter Einhaltung von bestimmten Massnahmen, Sport in Gruppen bis maximal 50 Personen betrieben werden. Für Sportaktivitäten von Kindern und Jugendlichen bis zum 20. Lebensjahr gelten keine Einschränkungen von Trainings, weder im Innen- noch Aussenraum. Wettkämpfe für Personen mit Jahrgang 2001 und jünger dürfen in allen Sportarten wieder mit Publikum stattfinden. Wettkämpfe (auch von Mannschaftssportarten) bei den Erwachsenen sind unter Einhaltung von klaren Vorgaben, mit max. 50 Personen und mit Publikum wieder erlaubt (siehe Vorlage Schutzkonzept für Wettkämpfe)

Achtung: Bitte beachtet die Kantonalen und Regionalen Bestimmungen. Diese können von den nationalen Empfehlungen abweichen.

Sportaktivitäten in Innenräumen
Sport in Innenräumen ist für Einzelpersonen oder Gruppen bis maximal 50 Personen (10 m2 Fläche pro Person, unter Einhaltung des Mindestabstands (1.5 Meter) sowie permanenter Maskentragpflicht möglich (Ausnahme siehe Punkt E im Schutzkonzept Turnsport.).

Kontaktsportarten sind Drinnen nur erlaubt, bei denen der Körperkontakt unumgänglich ist (z.B. Judo oder Schwingen), die Aktivität stets in beständigen Gruppen von höchstens vier Personen ausgeübt wird und die räumlichen Verhältnisse erhöhten Anforderungen genügen (mind. 50 Quadratmeter pro Paar).

Mannschaftssportarten sind Drinnen nicht erlaubt.

Sportaktivitäten im Aussenbereich
Sport im Freien kann allein oder in Gruppen bis maximal 50 Personen (inkl. Leiterperson) aus-geübt werden. Es muss eine Gesichtsmaske getragen oder der Abstand eingehalten werden. Auf beides kann nur verzichtet werden, wenn die Kontaktdaten erhoben werden.

Im Aussenbereich sind Kontaktsportarten und Mannschaftssportarten nur erlaubt mit Maske oder Kontaktdaten-Erhebung.

Muki-Turnen
Das Muki-Turnen ist mit max. 50 Personen (drinnen und draussen) erlaubt. Die Kinder sind bei der maximalen Gruppengrössen von 50 Personen mitzuzählen.

Beständige Gruppen
Die Trainingsgruppen sollen beständig sein, daher in möglichst gleicher Konstellation trainieren. Die Gruppeneinteilung ist von den entsprechenden Leitern vorzunehmen und umzusetzen.

Mehrere Gruppen à maximal 50 Personen sind denkbar, wenn die Gruppen permanent auch offensichtlich als eigenständige Gruppen erkennbar sind und sich deren Mitglieder weder annähern noch mischen.

Schutzmaskenpflicht
Es ist zwischen Outdoor- und Indoor-Sport zu unterscheiden. In Aussenbereichen gilt eine Maskenpflicht nur dann, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten wird. Soll draussen ohne Maske sowie ohne Abstand Sport getrieben werden, müssen die Kontaktdaten erhoben werden.

In Innenräumen muss eine Maske getragen und der Abstand (1.5m) eingehalten werden. Auf eine Maske kann drinnen nur verzichtet werden, wenn dies zur Ausübung erforderlich ist und erhöhte Abstandsvorgaben umgesetzt werden.

Bei Sportaktivitäten drinnen ohne Maske muss für jede Person eine Fläche von mindestens 25 Quadratmetern zur ausschliesslichen Nutzung zur Verfügung stehen oder es müssen zwischen den einzelnen Personen wirksame Abschrankungen angebracht werden. Bei Sportarten ohne erhebliche körperliche Anstrengung und bei denen der zugewiesene Platz nicht verlassen wird (z.B. Yoga, Pilates)., liegt die Mindestfläche zur ausschliesslichen Nutzung bei 10 Quadratmetern pro Person. Bei der Variante mit beständigen Teams aus höchstens vier Personen müssen pro Gruppe mindestens 50 Quadratmeter zur Verfügung stehen.

Sport drinnen ohne Masken verlangt nach einer Kontaktdaten-Erhebung.

Kantonale und lokale Auflagen

Die Kantone haben das Recht, die Massnahmen des Bundes zu erleichtern oder zu verschärfen. Wir bitten die Corona-Beauftragten Personen der Vereine, die Seiten der Kantone zu konsultieren und ihre Trainings unter Einhaltung der kantonalen Auflagen zu gestalten. Des Weiteren wird empfohlen, in regelmässigem Kontakt mit den Gemeinden rsp. mit den Betreibern der Turnhallen und Sportanlagen zu stehen.

Appell an die Kommunalbehörden

Der STV hat seine Schutzkonzepte mit grösster Sorgfalt an die aktuellen Gegebenheiten angepasst und appelliert dringlich an die lokalen Behörden, ihre Infrastrukturen – unter den entsprechenden Auflagen – für Trainingszwecke zur Verfügung zu stellen.

Bereich Ausbildung

Das vielseitige Angebot an STV-Ausbildungen findet ab dem 01.06.2021 wieder physisch statt, sofern die neuen Vorschriften zum Theorie- und Praxisunterricht im entsprechenden Kurs eingehalten werden können. In welcher Form die Ausbildung durchgeführt wird, ist dem Online-Kursplan zu entnehmen.

Appell an die Solidarität

Der STV appelliert an sämtliche Turnerinnen und Turner, die Massnahmen des Bundesrates zur Bekämpfung des Corona-Virus zu unterstützen. Nur so kommen wir dem Ziel einer gewissen Normalität für das Turnjahr 2021 wieder etwas näher. Der STV prüft laufend und mit Hochdruck, wie im kommenden Jahr die entsprechenden Wettkämpfe wieder durchgeführt werden können.

Gelten die Vorschriften in den Schutzkonzepten auch für Kinder (z. B. Muki-Turnen)?

Ja, die Schutzkonzepte des STV wurden für alle Altersstufen erstellt, d.h. auch für den Kinder- und Jugendsport.

Im Schulsport gelten andere Vorschriften als für den Vereinssport, ist dies korrekt?

Ja, die Lockerung der Schutzmassnahmen erfolgt schrittweise und die verschiedenen Bereiche werden unterschiedlich behandelt. Für den Turnsport im Verein gelten die Schutzkonzepte des STV.

 

Gelten die Vorschriften für alle Sportarten, also bspw. auch für Indiaca?

Die Schutzkonzepte des STV haben für alle Sportarten innerhalb des Schweizerischen Turnverbandes Gültigkeit.

Müssen wir für unseren Verein ein eigenes Schutzkonzept erstellen lassen und dieses bewilligen lassen?

Jeder Verein muss ein individuelles Konzept erstellen, welches auf den Schutzkonzepten des STV basiert und mit den Schutzkonzepten der Betreiber der Sportanlagen abgeglichen wurde. Das individuelle Konzept muss nicht von einer Behörde genehmigt werden. Die zuständigen Behörden können jedoch eine Sportaktivität verbieten oder eine Anlage schliessen, wenn kein oder ein nicht ausreichendes Schutzkonzept vorliegt.

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