Jonas Siegesserie, Diepoldsau nach sieben Jahren

8. September 2019

Es wird langsam unheimlich: Zum siebten Mal in Folge gewinnen die TSV-Jona-Frauen den Schweizer Meistertitel auf dem Feld. Im Endspiel bezwingen sie Neuendorf mit 3:0. Bronze geht an Diepoldsau. Bei den Männern setzt sich im Final des «Final4-Turniers» (Sa/So, 7./8. September 2019) überraschend deutlich der SVD Diepoldsau mit 4:0 gegen Widnau durch und feiert damit den ersten Feld-Titel seit 2012. Bronze holt Neuendorf.

Wer die Resultate von Jona beim Final4-Turnier anschaut, der könnte meinen, die Jonerinnen seien ohne Probleme durchmarschiert: 3:0 im Halbfinal gegen Diepoldsau. 3:0 im Final gegen Neuendorf. Beim genauen Hinschauen fällt jedoch auf, dass die Satzergebnisse ziemlich umkämpft waren. Im Halbfinal musste der TSV Jona gegen Diepoldsau nicht weniger als sechs Satzbälle abwehren. Drei im ersten Satz und drei im zweiten. In diesen brenzligen Situationen zeigten die Jonerinnen ihre Klasse und agierten fehlerlos.

«Wir haben die nötige Erfahrung»
Genau dieses Szenario wiederholte sich auch im Endspiel gegen Neuendorf. Allerdings nur im ersten Satz. Nachdem Jona anfänglich wegziehen konnte, hatte Neuendorf seine beste Phase und konnte mit 10:8 vorlegen. Doch die Solothurnerinnen konnten keinen ihrer zwei Satzbälle nutzen. Im Gegenteil: Mit vier Punkten in Folge drehte Jona den Satz. «Wir haben die nötige Erfahrung in diesen Situationen und haben in der Vergangenheit schon bewiesen, dass wir solche Partien noch drehen können. Das gibt uns die nötige Ruhe», liefert Captain Natalie Berchtold die Erklärung für die Nervenstärke ihres Meisterinnen-Teams.


Logische Männer-Finalpaarung
Nimmt man bei den Männern den bisherigen Saisonverlauf als Massstab, ist Diepoldsau gegen Widnau die logische Finalpaarung. Die beiden Teams haben die Qualifikation auf den Rängen eins und zwei beendet. Sie waren über die gesamte Saison hinweg die stärksten Riegen. Von den beiden Direktduellen in der Saison 2019 konnten beide Teams je eine Partie gewinnen. Diepoldsau einmal knapp mit 3:2, das zweite Kräftemessen ging mit 3:0 an Widnau. Nach den Halbfinalpartien in Jona, in denen beide Finalisten nicht restlos überzeugen konnten, erwarteten die Finalzuschauer eine ausgeglichene Partie.

Erlösung für Diepoldsau
Doch ein richtig harter Kampf entwickelte sich nicht. Dafür spielte Diepoldsau an diesem Tag schlicht zu gut. Die Rheininsler überzeugten mit Christian Lässer am Service. Aus dem Spiel heraus punktete sein Bruder Lukas immer wieder mit cleveren Schlägen und die Abwehr stand sehr kompakt. «Es war nicht so, dass wir klar besser waren als Widnau. In den brenzligen Situationen konnten wir aber eine Schippe drauflegen und unsere beste Saisonleistung abrufen», freute sich Captain Malik Müller. Gegen die geballte Diepoldsau-Power hatte Widnau wenig entgegenzusetzen. Sie kämpften beherzt, fanden jedoch nie richtig ins Spiel. «Bei uns hat irgendwie das Feuer gefehlt. Wir konnten das Momentum nie mit drei, vier guten Aktionen in Folge auf unsere Seite zwingen», musste Widnaus Trainer Peo Meier anerkennen.

PD/Swiss Faustball, Fabio Baranzini/adapt: fri.

Mehr/alle Infos:www.swiss-faustball.ch.

Bild ganz oben:Jona, mit Spielführerin Natalie Berchtold (rechts), war − einmal mehr − nicht zu stoppen.

Main Partner

Co-Partner

Partner