Schweizerischer Turnverband - STV

Olympische Spiele: Viktor Röthlin mit Weltklasseleistung auf Rang 11

13.08.12 09:35

In seinem vierten und letzten Olympiamarathon wurde Viktor Röthlin (STV Alpnach) für eine taktisch kluge Leistung mit dem 11. Platz belohnt. Auf der zweiten Streckenhälfte arbeitete sich der Europameister von einer Position jenseits der Top 25 Rang um Rang nach vorne und beendete das Rennen als drittbester Europäer in 2:12:48 Stunden.

Röthlin teilte sich seine Kräfte auf dem 42,195 km langen Parcours durch die Londoner Innenstadt hervorragend ein. Bis Kilometer 30 lief er nie in den Top 20. Auf dem letzten Viertel der Strecke überholte der im Oktober 38-jährig werdende Routinier dann aber noch zahlreiche Gegner und sorgte mit Platz 11 für das herausragende Resultat der 14-köpfigen Olympiadelegation von Swiss Athletics in London.

Hinter dem Polen Szost und dem Italiener Pertile (mit ihm teilt er sich bei Trainingsaufenthalten in Kenia manchmal das Zimmer) wurde Viktor Röthlin – der Europameister von 2010 – drittbester Europäer. Ein Ergebnis, mit dem sich der Olympia-Sechste von Beijing 2008 hoch zufrieden zeigte. «Ich habe jetzt eine richtige Mickey-Mouse-Stimme. Das bedeutet, dass ich mich richtig verausgabt habe», sagte er im Zielinterview mit dem Schweizer Fernsehen.

Tochter und Schweizer Fahnen als Motivation
Sein Resultat wusste er sogleich einzuordnen. «Das ist die Realität. Ich bin vier Jahre älter als damals in Beijing und es kommen viele junge Läufer nach. Hier sind die besten der Welt dabei, und dass ich da Elfter geworden bin, ist wahnsinnig», freute er sich.

Röthlin erwähnte auch sein schwieriges Jahr 2009, als er mit gesundheitlichen Problemen mehrmals im Spital lag. «Auch 2011 war eine schwierige Saison. Jetzt habe ich wieder richtig Spass, und das hat sicher auch mit meiner Tochter Luna zu tun!» Luna erblickte im vergangenen Februar das Licht der Welt. Wenige Tage später lief Röthlin in Tokio (Jap) mit 2:08:32 Stunden die drittbeste Zeit seiner Karriere.

Was den Obwaldner, der in London seinen 24. Marathon bestritt, besonders beeindruckte, war die Unterstützung der Fans entlang der Strecke. «Ich habe noch nie so viele Schweizer Fahnen an einem Marathon gesehen!»

Swiss Athletics

www.swiss-athletics.ch

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