Fédération suisse de gymnastique - FSG

Spitzensport: Konferenz in Aarau

18.01.18 15:30

Am Mittwoch, 17. Januar 2018 fand in Aarau das Jahrestreffen der STV-Spitzensportverantwortlichen statt (Kunstturnen, Trampolin, Rhythmische Gymnastik). Rück- und Ausblicke dominierten. Gegen 90 Personen aus dem ganzen Land waren an der Spitzensport-«Jahresbilanz 17» anwesend. Unter den Gästen der Zentralvorstand STV in corpore mit Erwin Grossenbacher (Zentralpräsident) und Gastreferent Christoph Schärer. Zum zweiten Mal wurde der «STV-Coach-Award» vergeben, in die Südschweiz. Die Auszeichnung 2017 ging an die RG-Trainerin Silvia Mazzoleni-Sala.

Felix Stingelin (C Spitzensport STV),
Silvia Mazzoleni-Sala, die «STV-Coach-
Award-2017»-Gewinnerin und Doris Klein
(Laudatorin), von links.

Von «Esplosiv- und Reaktivkraft» sprach
Sportwissenschaftler Christoph Schärer.

Am Spitzensportabend in Aarau ging es um Personelles (Ressort-, Fachgruppen-, Trainer- und Kadermutationen), Rück- und Ausblicke 2017/2018, die Ausbildungsstrukturen ab dem 1. Januar 2018, Nachwuchsförderung, Ethik und Ehrungen. Im ersten Teil der Spitzensportzusammenkunft 2018 zog Felix Stingelin (STV-Spitzensportchef, Diegten) Bilanz über die Aktivitäten im vergangenen Jahr. Als motivierenden Konferenz-Einstieg zeigte er bewegte Bilder von den Kunstturn-Erfolgen 2017. Steingruber, Brägger und Co. grüssten von der Leinwand und sorgten für eine positive Grundstimmung. «2017 war eigentlich ein Lehrjahr. Insgesamt dürfen wir aber auf ein erfolgreiches Spitzensportjahr zurückblicken und auch darüber sprechen», meinte der Baselbieter zu den Anwesenden.

Stingelin warf auch bereits einen Blick auf die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio (Japan). Da möchte der STV eine Männer- und Frauen-Kutu-Riege, eine RG-Gruppe sowie einen oder eine Trampolinturner/-in stellen. «Wichtig wird 2019 werden, mit den OS-Qualis», so Stingelin.

Silvia Mazzoleni-Sala
Das Plenum der Spitzensportverantwortlichen bietet jeweils einen guten Rahmen für Ehrungen. Andreas Strupler (Zürich, FIG-Kampfrichter) bekam die STV-Verdienstnadel überreicht. Mit grosser Spannung wurde die zweite Vergabe der «STV-Coach-Award»-Übergabe erwartet. Der «Award 2017» ging an die RG-Trainerin Silvia Mazzoleni-Sala (Lugano). «Die Auszeichnung freut mich natürlich sehr. Ich investiere fünf bis sechs Stunden täglich in die RG-Arbeit. In den Ferien sind es sieben Stunden. Wir arbeiten mit Mädchen im Alter von 8 bis 16 Jahren, das verlangt eine altersgerechte Anpassung der Trainerinnen. Die Resultate geben uns aber Recht. Der heutige ‹STV-Coach-Award› ist eine schöne Würdigung meiner Arbeit im Tessin. Dass diese geschätzt wird, bereitet Freude», so die Preisträgerin nach der Ehrung. Die Laudatio für Mazzoleni hielt Doris Klein (Volketswil, RC-Chefin RG). Die Zürcherin würdigte in sympathischen Worten die grossen Verdienste der Tessinerin für die Rhythmische Gymnastik in der Schweiz.

Christoph Schärer
Nach den Ehrungen wurde es handfest. Christoph Schärer (gewesener Kader-Kunstturner, amtierender Schweizer K7-Meister im Geräteturnen und wissenschaftlicher Doktorand Sportwissenschaften EHSM/Uni Fribourg) referierte über seine Arbeit, Thema: «Bedeutung der Sportwissenschaft im Spitzensport». Der Berner zeigte auf, wie die Sportwissenschaft den Trainern und Top-Athleten helfen kann, die Leistungen zu steigern und so (noch) erfolgreicher zu werden. «Die Begriffe ‹Citius, Altius, Fortius›, Höher, Weiter, Stärker, gelten auch für uns», so Schärer. Auch die Sportwissenschaft wolle immer besser werden.

Den Konferenz-Abschluss bestritt STV-Zentralpräsident Erwin Grossenbacher (Neuenkirch). Grossenbacher informierte die versammelte Spitzensportfraktion über das aktuelle STV-Geschehen.

Text und Fotos: Peter Friedli

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