Schweizerischer Turnverband - STV

Europameisterschaften Rhythmische Gymnastik vom 19. Mai bis 21. Mai 2017 in Budapest (HUN)

Finals besucht – Mut zugesprochen

Geschlossen, wenn auch immer noch mit etwas hängenden Köpfen, um ebenso als Einheit in der Niederlage zueinander zu halten, marschierte das JEM-Team zur Sportarena, um dem Final der Juniorinnen-Gruppen und den Gerätefinals der Seniorinnen Einzel vom Sonntag, 21. Mai 2017 beizuwohnen.

Diesen Final zu erreichen, hatten sich die jungen Gymnastinnen, das Trainerteam sowie der gesamte Staff im vergangenen August zum Ziel gesetzt. Der Chef Spitzensport des Schweizerischen Turnverbandes, Felix Stingelin, sprach den Gymnastinnen Fabienne, Salomé, Fiona, Naima und Marija Mut zu und schloss auch die Reserve-Gymnastinnen Rahel Steinger und Seraina Dobmann mit ein. Er gratulierte dem Team, das sich mit viel Herzblut und grossem Engagement eingesetzt hat, auch wenn das Ziel und die persönlichen Ansprüche nicht wunschgemäss umgesetzt werden konnten.
Die Keulen-Übung der Schweizerinnen, zur Musik von «Taranta Project» ist choreographisch virtuos zusammengestellt, sehr dynamisch mit vielen Höchstschwierigkeiten, den erforderlichen Tanzschritten und Kombinationen versehen. Physisch sehr anspruchsvoll, doch dies stellte kein Problem für die austrainierten Gymnastinnen dar. Ein Geräteverlust kann sehr grosse Auswirkungen haben in der Entscheidung über Sieg oder Niederlage, da die Nationen immer enger beieinander liegen. Alle Gymnastinnen haben in diesem JEM-Projekt grosse Fortschritte gemacht und können von den gemachten Erfahrungen viel für die Zukunft mitnehmen. Die Entwicklung und Karriereplanung dieser Gymnastinnen geht weiter und die nächsten Aufgaben und Herausforderungen folgen.

Das JEM-Team wird als nächstes an den Schweizer Meisterschaften vom 10./11. Juni in Bülach antreten. Ein nächster Wettkampf immer auch wieder eine neue Chance. Das Team wird zeigen können, welches Potential in ihnen steckt.

Das Gruppenfinal hat Russland vor Italien und Israel gewonnen.

Doris Klein, Delegationsleiterin

Nicht für harte Arbeit belohnt

Foto: Thomas Schreyer

Die Gymnastinnen und das ganze Trainerteam hatten sich für den heutigen zweiten Wettkampftag, Samstag, 20. Mai 2017 sehr viel vorgenommen. Nachdem die gestrige Trainingseinheit am Nachmittag gut verlief und auch fehlerfreie Übungen gelangen, wollten sie dies unbedingt auch im Wettkampf zeigen. Das Juniorinnen-Team musste erneut als erste Gruppe antreten und die Anspannung um 11.12 Uhr war bei allen Beteiligten gross. Hoch konzentriert nahmen die Gymnastinnen ihre Anfangsposition auf der Wettkampffläche ein. Der dynamische Auftakt stimmte alle zuversichtlich. Bei den Wechseln, der Synchronität und Ausstrahlung setzten die fünf Gymnastinnen noch zu, doch nach über zwei Minuten der Gruppenübung fiel eine Keule zu Boden und einige Sekunden später unterlief ihnen ein zweiter kleiner Fehler. Es resultierte ein Total von 13,800 Punkten (D-Note 7,600 und E-Note 6,200). Aus der Traum der fehlerfreien Übung. Am Ende resultierte Rang 17 von 27 Gruppen.
«Die Gymnastinnen wurden leider nicht für ihre harte Arbeit der letzten Monate belohnt und das Wettkampfglück schien an dieser EM nicht auf Schweizerseite zu stehen. Die jungen Gymnastinnen weinten bittere Tränen und die grosse Endtäuschung hat ebenfalls beim gesamten Staff ihre Spuren hinterlassen. Diese Emotionen müssen zuerst von allen verarbeitet werden», so Delegationsleiterin Doris Klein.

Erster EM-Wettkampftag lief nicht wie gewünscht

Mit grosser Zuversicht marschierten die Gymnastinnen und der gesamte Staff am heutigen Freitag, 19. Mai 2017 um 7 Uhr los Richtung Sportarena und bereiteten sich minutiös auf den ersten Einsatz an den Europameisterschaften Rhythmische Gymnastik in Budapest (HUN) vor. Hellwach und hoch konzentriert arbeiteten die fünf Gymnastinnen, Fabienne Lüthy, Salome Bondallaz, Fiona Weber, Naima Marioni und Marija Zeller mit den Trainerinnen. Übung um Übung wurde fehlerfrei durchgeturnt und sollten den Gymnastinnen die letzte Sicherheit verleihen, bevor das JEM-Team um 10 Uhr den Wettkampf eröffnete.

Ausgangslage schwieriger als gewünscht
Die angereisten Schweizer Fans unterstützten und feuerten das Team lautstark an. Mit Power und Ausdruck begann das Schweizer Juniorinnen-Team ihre Übung mit zehn Keulen. Die ersten Wechsel wurden einwandfrei gehalten und somit schien die Nervosität abgelegt. Bis zum Ende der 2,30 Minuten dauernden Übung schlichen sich aber zwei Fehler ein, welche den Schweizerinnen am Ende einen Punkt in der Wertung kostete. Das Kampfgericht bewerte die Übung mit einem D-Wert (Schwierigkeit) von 7,300 Punkten und dem E-Wert (Ausführung) von 6,600 Punkten. Nachdem alle 27 Juniorinnen-Gruppen gestartet waren, standen auch die Endnoten des ersten Wettkampftages fest. In Führung liegt Russland vor Israel und Weissrussland. Die Abstände zwischen dem 8. Platz (Estonia, 14,900 Punkte), der zum Finaleinzug als Vorgabe ausgelegt war und dem vorläufigen 16. Platz im Zwischenklassement der Schweizerinnen (13,900 Punkte), sind minim. Acht Mannschaften liegen innerhalb dieses einen Punktes. Erst nach dem zweiten Durchgang von morgen wird alles entschieden sein, da die Resultate der beiden Wettkampftage addiert werden. Also liegt noch alles drin, auch wenn die Ausgangslage schwieriger ist als gewünscht.
«Leider konnten wir die Vorgabe, ohne Fehler durchzukommen, nicht umsetzen», meinte die Trainerin Camille Souloumiac sichtlich enttäuscht. «Das Team hatte sich so viel vorgenommen. Es gilt nun den Fokus auf den zweiten Wettkampftag zu legen. Die Juniorinnen werden ein weiteres Training absolvieren und danach ist Ruhe und Regeneration angesagt. Die Gymnastinnen sind bei unserer Physio und Masseurin Ursula Burgy-Berger in den besten Händen», so die Französin weiter.

Neues Format – Entscheidung fällt spät

An diesen Europameisterschaften wird nebst den Einzel-Wettkämpfen der Seniorinnen, die um den Einzug in die Gerätefinals für den Sonntag kämpfen, erstmals ein Format für einen Team-Event ausgetragen. Ein Team besteht aus Einzel-Gymnastinnen und einer Juniorinnen-Gruppe.
Die Schweizer Juniorinnen-Gruppe wird am zweiten Wettkampftag vom Samstag, 20. Mai 2017 bereits wieder früh (um 11.30 Uhr)  in den Wettkampf einsteigen. Wegen dem neuen Format und der Auslosung, werden erst nach 20 Uhr alle Juniorinnen-Gruppen ihren zweiten Durchgang absolviert haben.

Morgen Samstag, 20. Mai 2017 erwartet die Zuschauer/-innen in der Sportarena von Budapest (HUN) also ein spannender Wettkampftag.

Text: DK
Foto: Thomas Schreyer

Auf das kleinste Detail kommt es an

Das JEM-Team startete den zweiten EM-Tag bereits um 8 Uhr mit einem dreistündigen Training am Vormittag und einer zweistündigen Trainingseinheit inklusive Podiumstraining am Nachmittag. Streng nach Vorgabe des Organisationskomitees hat jede Nation Ihren Tagesplan einzuhalten.

Wie jeden Tag, wurde auch heute an den Körperelementen, den rhythmischen Schritten, den Verbindungen und Gerätewechseln gefeilt. Ein wichtiger Part bei der Vorbereitung sind die Ballettlektionen, welche Céline Chavanne-Schumacher mit den Gymnastinnen durchführt. Die Wettkampfübung wurde x-fach durchgeturnt, um an der Stabilität, Synchronität und dem Ausdruck zu arbeiten. Da und dort erteilten die Trainerinnen noch kleine Korrekturen, denn es kommt auf jedes kleinste Detail an. Das Trainerteam hat mit den Gymnastinnen sehr intensiv gearbeitet und den Fokus darauf ausgerichtet.

Die Spannung für den ersten Wettkampftag vom Freitag, 19. Mai 2017 steigt. Es werden 27 Nationen im Gruppenwettkampf an den Start gehen. Die Auslosung im Frühling bescherte uns die Startnummer 2. Leider ist das Team aus Grossbritannien (Nr. 1) nicht am Start. Dies bedeutet, dass die Schweizer Juniorinnen-Gruppe den Wettkampf morgen um 10 Uhr eröffnen wird.

Die Gymnastinnen sind bereit und freuen sich, dass es los geht. «Hopp Schwiiz!» «Allez les filles!»

Text und Foto: DK

Erstes Podiumstraining absolviert

Die Schweizer Delegation der Rhythmischen Gymnastik trat am Dienstag, 16. Mai 2017 die Reise an die Europameisterschaften in Budapest an. Die zehnmonatige Vorbereitung der Schweizer Juniorinnen-Gruppe findet mit der Teilnahme an der EM ihren Höhepunkt. Die Wettkämpfe werden in der Sportarena «Papp Laszio» in Budapest ausgetragen. Das JEM-Team absolvierte bereits am Mittwochmorgen, 17. Mai 2017 das erste von zwei Podiumstrainings. Es geht darum, dass sich die Gymnastinnen an die riesige Halle gewöhnen und sich mit der Bodenfläche, dem Licht und allen neuen Einflüssen vertraut machen. Ebenso gilt es die Nervosität abzulegen und sich auf die Übung mit 10 Keulen zu konzentrieren. Teilweise ist dies den Gymnastinnen bereits gut gelungen, doch für morgen fordert die Trainerin Camille Souloumiac noch mehr Konstanz. «Wir müssen an den beiden Wettkampftagen am Freitag und Samstag fehlerfreie Keulenübungen präsentieren, damit wir Chancen auf den Finaleinzug der besten acht Gruppen haben», so Souloumiac.

Dem Schweizer JEM-Team verbleiben noch ein paar Trainingseinheiten, um die nötige Sicherheit zu verinnerlichen. Innerhalb von fünf Gehminuten vom Hotel und der Sportarena ist die nahgelegene Trainingshalle mit acht RG-Teppichen zu erreichen. Also ideale Bedingungen für unsere Gymnastinnen und den ganzen Staff.

Text und Foto: DK

Europameisterschaften Rhythmische Gymnastik vom 19. Mai bis 21. Mai 2017 in Budapest (HUN)

Vom 19. bis 21. Mai 2017 finden in Budapest (HUN) die 33. Europameisterschaften der Rhythmischen Gymnastik Seniorinnen (Einzel) und Juniorinnen (Gruppen) sowie dem Team-Wettkampf statt. Insgesamt sind 249 Gymnastinnen aus 37 Nationen gemeldet. 28 Gruppen kämpfen bei den Juniorinnen in der Übung mit zehn Keulen um EM-Medaillen.

Das Schweizer JEM-Team, die seit August 2016 unter der Leitung von Camille Souloumiac (FRA) in Uster trainieren und von Iliana Dineva, der Cheftrainerin und Nachwuchschefin RG in technischer Hinsicht unterstützt wurde, besteht aus acht Gymnastinnen – fünf davon reisen an die EM – Die Zielsetzung für die EM in Budapest lautet: ein Top-8-Platz.

Mit unermüdlichem Einsatz, Disziplin und eisernem Willen bestreiten die Gymnastinnen die intensive Vorbereitung, damit die Übung mit zehn Keulen fehlerfrei an der EM in Budapest vorgetragen werden kann. Im Vorfeld der Europameisterschaften bestritt die Schweizer JEM-Gruppe diverse internationale Turniere. Am letzten Wettkampf in Sofia (BUL)  klassierten sich die Schweizerinnen auf dem ausgezeichneten fünften Platz im Mehrkampf. Im Gerätefinal erreichten sie Rang 7.

Die Schweizer Seniorinnengruppe kann an der EM in Budapest nicht starten, da bei der Elite Altersklasse in den ungeraden Jahren nur Einzelwettkämpfe stattfinden.

Schweizer Juniorinnen in Budapest (HUN)

Salomé Bondallaz (14, Lucens – FSG Lucens/RLZ Biel und Region)
Fabienne Lüthy (14, Ittigen – RG Ittigen/RLZ Biel und Region)
Naima Marioni (15, Monte Bré sopra Locarno – SFG Locarno/CRP Ticino)
Fiona Weber (15, Winterthur – RG Winterthur-Weinland/RLZ Zürich)
Marija Zeller (13, Zürich – RG Opfikon-Glattbrugg/RLZ Zürich)

Trainerin: Camille Souloumiac (FRA)

Portraits Turnerinnen

Einsatz der Schweizer Juniorinnen
Freitag, 19. Mai, 10.00 bis 12.00 Uhr: 1. Durchgang
Samstag, 20. Mai, 11.00 bis 20.20 Uhr: 2. Durchgang
Evtl. Sonntag, 21. Mai, 11.00 bis 11.45 Uhr: Final Juniorinnen Gruppen.

Webseite Organisator: http://rgbudapest.hu/en/

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