Schweizerischer Turnverband - STV

Rhythmische Gymnastik: Neustart beim Nationalkader

08.10.18 14:22

Nach dem Verpassen der Qualifikation für die Weltmeisterschaften 2019 kommt es im Nationalkader der Rhythmischen Gymnastik zu einem Neustart. Die Verträge der Nationalkader-Athletinnen werden aufgelöst. Die Cheftrainerin Iliana Dineva erhält den Auftrag, im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2024 ein neues Team aufzubauen.

Mit dem 25. Rang an den vergangenen Weltmeisterschaften in Sofia (BUL) hatte das Schweizer Nationalkader der Rhythmischen Gymnastik die Qualifikation für die WM 2019 verpasst. Die Chance der Schweizer Gruppe auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020 ist somit nahezu ausgeschlossen. Aus diesem Grund hat sich der Schweizerische Turnverband (STV) für einen Neuanfang entschieden. Die bis Anfang 2019 laufenden Verträge der aktuellen Nationalkader-Gymnastinnen Tania Cardinale (Chêne Gymnastique Genève), Gina Dünser (RG Ems), Jasmin Frieden (FSG Lucens), Tamara Stanisic (RG Wetzikon), Rahel Steinger (RG Langenthal) und Julia Wymann (RG Ittigen), werden aufgelöst. Cheftrainerin Iliana Dineva wird beauftragt, im Hinblick auf die Olympische Spiele 2024 ein neues Team aufzubauen.

An seinem Engagement in der Rhythmischen Gymnastik hält der STV fest. Mehr noch, mit Investitionen im Bereich Infrastruktur sowie mit einem moderaten Ausbau der Trainerstellen, soll die Sportart in der Schweiz stärker gefördert werden. So prüft der STV unter anderem die Realisierung und Finanzierung einer Trainingshalle in der Region Biel/Magglingen, die speziell auf die Bedürfnisse der Rhythmischen Gymnastik zugeschnitten ist.

Der STV will sich im Junioren- und Elitebereich auf internationaler Ebene grundsätzlich weiterhin auf die Gruppe fokussieren. Ab Sommer 2019 wird man mit dem Neuaufbau einer Gruppe für den Olympia-Zyklus 2021–2024 beginnen. Die bisherigen Trainerinnen sind weiterhin für die Rhythmische Gymnastik im STV tätig. Temporär, bis zum Start des Kaderneuaufbaus, werden sie Aufgaben im Juniorinnen-EM-Projekt wahrnehmen.

«Für die jetzigen Kader-Gymnastinnen tut mir dieser Schritt leid. Sie haben sehr viel in den Sport investiert. Einerseits wurde das Team immer wieder durch Verletzungen gebremst. Andererseits hat die internationale Konkurrenz zugelegt. So wurde das harte Training leider nicht belohnt. Der Schweizerische Turnverband bedankt sich bei den Turnerinnen für ihren grossen Einsatz, den sie für die Rhythmische Gymnastik in der Schweiz geleistet haben», erklärt STV-Spitzensportchef Felix Stingelin.

Text: Alexandra Herzog

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