Schweizerischer Turnverband - STV

Faustball: WM-Silber (!) an die Schweiz

29.07.18 23:29

Im ausgeglichenen Halbfinal gegen Österreich setzten sich die Faustball-Schweizerinnen mit 3:2 durch. Dieser Sieg öffnete in Linz (AUT) Tür und Tor in das WM-Endspiel vom Samstag, 28. Juli 2018 gegen die Rekordweltmeisterinnen aus Deutschland. Dort mussten sich die Schweizerinnen Deutschland mit 1:4 geschlagen geben.

«Finaleinzug» − Schweizerinnen-Jubel.

Für die Schweizer Frauen war es das grösste Spiel seit 16 Jahren. Damals – 2002 – gab es sensationell WM-Gold dank einem Finalsieg über Brasilien. Die Deutschen Frauen sind das Faustball-Mass aller Dinge. «Wir haben es in den letzten Jahren so oft versucht, uns für den Final eines grossen Turniers zu qualifizieren. Endlich haben wir dies nun gemeinsam geschafft, einfach grossartig», freute sich Natalie Berchtold (Captain) nach dem Halbfinal-Sieg über Österreich.

Die Zuversicht vor dem ersten WM-Final seit 16 Jahren war gross im Schweizer Lager. «Wir hatten noch nie ein so gutes Team und sind heiss auf den Final. Wir wollen diesen Pott unbedingt gewinnen», so Anton Lässer (Trainer) wenige Minuten vor Spielbeginn. In der Startphase kamen beide Teams nicht an das gewohnte Niveau heran. Mit 11:9 ging der erste Durchgang an die Weltmeisterinnen aus Deutschland.

Immer leicht in Front − Deutschland
Im zweiten Satz waren es die Schweizerinnen, die einen Gang höher schalteten. Die gleichen Schweizerinnen vergaben aber auch drei Satzbälle – zwei davon mit Eigenfehlern im Angriff. Nach einem Deutschland-Fehler glich die Schweiz das Spielgeschehen dank einem 12:10-Satzgewinn aus.

Ausgeglichen präsentierte sich der dritte Durchgang. Es waren die Deutschen, die 6:4 in Führung gehen und immer leicht in Front bleiben konnten. Dritter Satz: 11:7 für Deutschland. Gleiches Bild im vierten Durchgang: Die Weltmeisterinnen näherten sich ihrer Bestform, während sich die Schweizerinnen zunehmend schwerer taten: Deutschland gewann Satz vier mit 11:6.

Vize-Weltmeister: sensationell
War das die Vorentscheidung? Als das Spiel nach einer zehnminütigen Pause wieder aufgenommen wurde, war die Antwort auf diese Frage schnell klar: «Ja.» − Die Schweizerinnen konnten nicht mehr reagieren. Die Deutschen, setzten zum Schaulaufen an. Der fünfte Durchgang ging mit 11:1 an Deutschland und somit der dritte WM-Titel in Folge. «Wir können stolz auf unsere Leistung sein. Natürlich will man in einem Final immer gewinnen, auch wenn der Gegner Deutschland heisst. Wir hätten mutiger und sauberer spielen müssen», so Angreiferin Tanja Bognar.

«Wir haben ein unglaubliches Turnier gezeigt und im Final alles gegeben. Auch wenn es nicht gereicht hat, sind wir trotzdem unglaublich stolz. Vize-Weltmeister zu sein, ist schlicht sensationell», bilanzierte Abwehrspielerin Tina Ferrat.

PD/Swiss Faustball/adabt: fri.

Mehr Infos: www.swiss-faustball.ch.

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