Schweizerischer Turnverband - STV

Korbball: Eggethof und Urtenen U20-Meister/-innen

29.01.18 03:46

Die Hallen-Korbball-U20-Damen- und -Herrenmeisterschaft 2017/18 wurde am Samstag, 27. Januar 2018 in Laufen abgeschlossen. Die Spieler/-innen der Turnvereine Urtenen und Eggethof reisten als Führende in der Zwischenrangliste ins Laufenthal. In den Kanton Thurgau und ins Bernbiet reisten sie, nach viel spannender Korbballkost, als jubelnde Schweizer Korbball-U20-Meister, respektive -Meisterinnen, zurück.

Siegerinnen-Podest, v. o.: 1. TV Urtenen
(Schweizer U20-Meisterinnen, weiss),
2. TV Täuffelen (grün) und 3. TV
Zihlschlacht (grau).

Sieger-Podest, v. o.: 1. TV Eggethof
(Schweizer U20-Meister, weiss), 2. TV
Hochwald-Gempen (blau-schwarz) und
3. TV Zihlschlacht (gelb).

Margrit Buri (FBL Korbball, zweite v. l.)
verteile in Laufen STV-Verdienst-Nadeln an
Tobias Herzog (U20-Administration,
ganz l.), Nicolas Kuhn (U20-Chef, dritter
v. l.) und Franz Vogel (Schiri-Verant-
wortlicher, vierter v. l.).

War das ein Schweizer Sportwochenende, dieser Samstag/Sonntag, 27./28. Januar 2018: Der Feuz aus dem Emmental gewinnt die Abfahrt in Garmisch, der Baselbieter Federer schlägt in Australien im wahrsten Sinn vom Wort zu und der Bündner Cologna zeigt auf der weissen Unterlage von Seefeld (AUT) seinen Gegnern wo der «Skating»-Hammer hängt. – Einfach genial diese Schweizer Leistungen. Das Schweizer Fernsehen liefert die Jubel- und Tränenbilder der Protagonisten natürlich frei Haus.

Das war sportmässig aber noch lange nicht alles, was an diesem FFCW (Feuz-Federer-Cologna-Wochenende) so lief. Nein! Von den Fernsehkameras leider nicht eingefangen, wurden im Laufenthal, in Laufen, die ersten zwei Schweizer Meistertitel 2018 des Schweizerischen Turnverbandes: Die Goldmedaillen an der 20. Korbball-Hallen-U20-Meisterschaft der Turnerinnen und Turner.

Die insgesamt 18 Mann- und Frauschaften des STV-Korbball-Nachwuchses spielten in der Nordschweiz die letzten 4, der insgesamt 16 Begegnungen. Was die eingangs beschriebenen Fernsehbilder jeweils so eindrücklich macht, war in der Gymnasium-Dreifachturnhalle von Laufen ebenfalls alles zu sehen: Athletik, Schweiss, geniale Spielzüge, Jubel, Ärger, Tränen, Schiri-Diskussionen und die ganz verschiedensten emotionalen Zustände und Ausbrüche: Sport eben.

«Wer hat noch nicht, wer will auch noch …?»,
Der Kennerblick in die Glaskugel, der im Vorfeld aussagte, dass bei den Turnerinnen zu 99,7 Prozent Urtenen den U20-Titel holen würde, trügte nicht. Das (Korb-)Schützenfest nach dem Motto: «Wer hat noch nicht, wer will auch noch Körbe schiessen?», ging im Baselbiet weiter. Die Bernerinnen schossen in der Saison 2017/18 insgesamt 220 Körbe und mussten deren 91 entgegen nehmen. Dies ergibt ein Durchschnittsresultat je Spiel von 13,75:5,68 Körbe für Urtenen. Dies 16 Mal am Stück. Der dritte Meisterinnen-Titel in Folge (2016, 2017, 2018) ist so hochverdient. Die Turnerinnen aus dem Verband Bern Mittelland verloren kein Spiel, lagen immer in Führung und holten mit 32 Zählern aus 16 Spielen das Maximum heraus. Mehr geht nicht. Dies zeugt von Kontinuität und guter und seriöser Nachwuchsarbeit im TVU-Korbballbereich.

Spannung bis zum Schlusspfiff
Spannender war es bei den Turnern. Der Glaskugelblick lieferte dem aufmerksamen Betrachter diverse mögliche U20-Sieger-Teams an. Eggethof reiste als führende Spielriege mit zwei Zählern Vorsprung auf den Kantonspartner Zihlschlacht an die Schlussrunde. Eggethof marschierte in Laufen nicht einfach so durch. Zwei Partien, die gegen Hochwald-Gempen und Pieterlen gingen verloren. Vor den letzten Spielen lagen drei Mannschaften mit 21 Zählern in Front. 3 Minuten und 44 Sekunden vor Spielschluss der letzten drei Begegnungen war alles noch offen. Um den U20-Meister-Titel zu holen, musste Eggethof im letzten Spiel die Solothurner aus Nennikofen-Lüsslingen unbedingt schlagen. Mit 14:11 Körben gelang dies dann auch – grosser Jubel. Mit diesem Sieg holten die Bronzemedaillengewinner aus dem Vorjahr den Titel 2018 in den Osten. Die Verfolger blieben auf ihren 21 Zählern sitzen.

U20-Meisterschafts-Stimmen
Tobias Herzog (U20-Administration, Resultate): «Wir erlebten dieses Jahr eine sehr spannende U20-Meisterschaft. Vor allem bei den Männern. Die Meisterschaft verlief bestens, fair und ohne grosse Zwischenfälle. Mein Fazit ist äusserst positiv. Der Korbball-Nachwuchs bereitete Freude. Die Runden-Organisatoren 2017/18 leisteten gute Arbeit. Die Ausrichter 2018/19 konnten ebenfalls schon definiert werden. »

Patrick Baumann (Urtenen, Coach): «Kein Spiel verloren: eine perfekte Saison. Wir überzeugten spielerisch. Ich konnte auf ein starkes Kollektiv zählen. Dies gab am Schluss den Ausschlag für den Erfolg und die Titelverteidigung. Wir trainieren seit vier Jahren dreimal in der Woche. In dieser Zeit ist etwas Gutes herangewachsen. Ich bin extrem stolz. Es war der schwierigste Titel. Wir waren immer die Gejagten. Der Zukunft sehe ich positiv entgegen. Lediglich eine Spielerin wird das Team altershalber verlassen müssen.»

Vera Bähler (Urtenen, jüngste Spielerin, wird im April 15 Jahre alt, spielt auch noch Querflöte): «Einfach mega, dieser heutige U20-Sieg. In dieser Frauschaft zu spielen, macht mega viel Freude. Wir Spielerinnen sind wie ein grosse ‹Familie›, die zusammenhält und sich auf allen Positionen unterstützt. Die Vorfreude auf die Saison 2018/19 ist bereits jetzt schon gross. Jetzt wird gefeiert.»

Joel Bögli (Eggethof, Coach): «Der Fall ist ganz klar: Ziel erreicht! 2016 und 2017 reichte es uns jeweils zur bronzenen Auszeichnung. Dies musste sich, dies wollten wir in dieser Saison ändern. Wir, die ganze Mannschaft und ich, wollten mehr. Mit der Goldmedaille und dem U20-Titel ist dies klar gelungen. Für den Sieg brauchte es alle in der Mannschaft. Genau diese Ausgeglichenheit ist unsere grosse Stärke. Ich denke, wir haben den Meister-Titel verdient.»

Text und Fotos: Peter Friedli


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