Schweizerischer Turnverband - STV

No-Billag-Initiative – Eine grosse Gefahr für den Schweizer Turnsport

23.01.18 13:15

Bei einer Annahme der No-Billag-Initiative würde der Schweizer Turnsport weitestgehend von den TV-Bildschirmen verschwinden. Aufgrund fehlender TV-Präsenz und der daraus entstehenden Einbussen bei den Sponsoringeinnahmen stünden Turnevents wie der Swiss Cup Zürich und die Gymotion vor dem Aus. Der Schweizerische Turnverband (STV) empfiehlt deshalb, am 4. März 2018 «Nein» zu stimmen.

Am 4. März 2018 wird das Schweizer Stimmvolk über die No-Billag-Initiative abstimmen. Durch eine Annahme der Initiative wären zahlreiche Schweizer Radio- und Fernsehsender in ihrer Existenz bedroht und die Angebotsvielfalt würde stark reduziert. Dies hätte negative Auswirkungen auf die Schweizer Sportlandschaft und das Turnen in der Schweiz. Die Initiative zielt insbesondere auf die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG), die fast drei Viertel ihrer Einnahmen einbüssen würde. Die SRG deckt in ihrem Programm regelmässig über 100 Sportarten ab, dreht Reportagen über Schweizer Athleten und Teams, überträgt nationale Sportveranstaltungen und legt bei internationalen Sportereignissen den Schwerpunkt auf die Schweizer Sportler.

Die SRG ist ausserdem Partner zahlreicher Schweizer Sportveranstaltungen und -verbände, so auch im Turnsport. Die SRG berichtet nicht nur seit Jahrzehnten regelmässig über die wichtigsten Turnanlässe. Bei den grossen Turnevents in der Schweiz sorgte die SRG als Host Broadcaster jeweils auch für die Produktion hochwertiger TV-Bilder. Die hohe Qualität der Produktion sowie die grosse Reichweite der Übertragungen und der Berichterstattung der SRG sind im Sponsoring von zentraler Bedeutung. Ohne SRG als TV-Partner würden die Sponsoringmassnahmen massiv zurückgehen. Grössere Turnanlässe wie der Swiss Cup Zürich und die Gymotion stünden vor dem Aus. Auf Verbandsebene müsste eine Erhöhung der Mitgliederbeiträge geprüft werden.

Als grösster Schweizer Sportverband ist der STV zudem auf einen nationalen TV-Partner angewiesen, der in allen Landesteilen aktiv ist. Eine Zusammenarbeit mit privaten und regionalen Fernsehstationen bietet interessante Möglichkeiten. Die nationale Abdeckung und die Mehrsprachigkeit der SRG können diese jedoch nicht ersetzen.

«Aufgrund der gravierenden, negativen Auswirkungen, die eine Annahme zur Folge hätte, lehnt der Zentralvorstand des STV die Initiative ab. Wir empfehlen, am 4. März 2018 «Nein» zu stimmen.», äussert sich Erwin Grossenbacher, Zentralpräsident des STV.

Mehr Infos zur No-Billag-Initiative

Text: Thomas Greutmann


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