Schweizerischer Turnverband - STV

Korbball: Wieder diese Berner/-innen

12.09.17 02:51

Und wieder einmal zweimal grosser Jubel im Bernbiet. – Am Samstag, 9. September 2017 boten die NL-A/B-Korbballer/-innen auf den Sportanlagen Pieterlen beste Korbball-Unterhaltung. Nach der Meisterschafts-Schlussrunde 2017 haben Madiswil (Turner) und Täuffelen (Turnerinnen) die Nasen vorne. Die Auf- und Abstiegsfragen sind alle beantwortet.

Margrit Buri (g. r., Chefin Fachbereich
Korbball) startet zur Rangverkündigung.

NL A, Turnerinnen, v. o.: 1. Täuffelen
(Schweizer Meisterinnen), 2. Bachs
und 3. Deitingen.

NL A, Turner, v. o.: 1. Madiswil (Schweizer
Meister), 2. Pieterlen und 3. Bachs.

NL B, Turnerinnen, v. o.: 1. Wettingen,
2. Urtenen und Willisau.

NL B, Turner, v. o.: 1. Hochwacht-Gempen,
2. Neukirch-Roggwil und 3. Zihlschlacht.

Was haben Christian «Chrigu» Stucki und Matthias «Mätthu» Sempach mit den Korbball-Frauen aus Täuffelen, respektive den Korbball-Männern aus Madiswil zu tun? Auf den ersten Blick eigentlich nichts, gar nichts. Auf den zweiten Blick immer noch nichts. Die beiden Top-Schwinger sind als Einzelsportler, die Korbballspieler/-innen als Frau- und Mannschaften unterwegs. Auf den dritten Blick und etwas überlegen, finden sich aber durchaus Gemeinsamkeiten. Man muss sie halt einfach sehen.

Der «Chrigu» und der «Mätthu» sind oder gehören in ihrer Sportart zu den Besten im Land. Madiswil und Täuffelen sind in ihrer Sportart ebenfalls die CH-Besten: Die beiden Riegen wurden in Pieterlen Schweizer Korbballmeister und -meisterinnen 2017. Der Stucki ist ein Seeländer, die Täuffelen-Frauen kommen aus dem Seeland. Der Sempach kommt aus dem Oberaargau, die Madiswiler-Männer kommen aus dem Oberaargau. – Fazit: Zwischen «Chrigu», «Mätthu» und den Korbball-Meister-Riegen 2017 gibt es durchaus Gemeinsamkeiten. Diese finden sich in der geografischen Herkunft, diese finden sich aber auch im sportlichen Ehrgeiz und im Denkansatz: «Egal welche Sportart wir betreiben, wir wollen gewinnen, wir wollen die Besten sein.» Die Turnverbände Bern Oberaargau-Emmental (TBOE) und Bern Seeland (TBS) scheinen ein guter Boden für sportliche Erfolge auf nationaler Ebene zu sein.

Das 2014-«Déjà-vu» im Seeland
Am zweiten September-Samstag hatten in Pieterlen ganz viele der Spielenden ein «Déjà-vu». Sie fühlten, dass sie dies alles schon einmal erlebt hatten. – Sie hatten. Vor drei Jahren, 2014, holten sich die Oberaargauer und Seeländerinnen in den NL-A-Klassen, im bernischen Lotzwil, bereits gemeinsam die höchsten Schweizer Korbballtitel.

Die TV-Pieterlen-Turnenden hatte für die NL-A/B-Schlussrunde 2017 alles bestens angerichtet. Für den leichten Regen kann der TVP nicht verantwortlich gemacht werden. Die letzten 60 Meisterschaftspartien konnten regulär ausgetragen werden. Ab und zu mussten die Torräume einfach etwas nachgezeichnet werden.

«Wir haben es in den eigenen Händen»
Nach den vergangenen fünf Spieltagen reisten Madiswil (Turner) und Täuffelen (Turnerinnen) als Führende an. Der Schlussrunden-Organisator lag lediglich einen Punkt hinter Madiswil. Ein spannendes Phänomen der Meisterschaft 2017 waren, ausser in der NL A der Turnerinnen, die minimalen Punkteabstände. Die Meister-Rechnung für die Oberaargauer war einfach: «Wir haben es in der eigenen Hand, wir müssen jedes Spiel gewinnen, dann klappt es.»

Die Riege um Kapitän Marc Sommer gab sich keine Blösse. Menznau, Nunningen und Altnau-Kreuzlingen wurden am Schluss meisterlich mit Korbtreffern eingedeckt. Der zweite SM-Titel in der Vereinsgeschichte wurde im Seeland Tatsache. «Da wir mit einer personellen Verjüngung in die Meisterschaft stiegen, lautete das Ziel ‹einfach nicht absteigen.› Es entwickelte sich dann, auch dank dem genialen Team-Geist, in eine erfreuliche, andere Richtung. Der 2014-Titel hat uns extrem viel geholfen. Davon zehren wir noch heute. Von der Goldmedaille sprachen wir bis zum Schlusspfiff nicht. Jetzt haben wir sie wieder: Einfach genial», so ein erstes Fazit vom Blumenladen-Geschäftsführer Sommer.

Weil auch Pieterlen und Bachs alle ihre Begegnungen gewannen, kam es auf den Podestplätzen zu keinen Veränderungen mehr. Übrigens: Madiswil löst Schlussrunden-Organisator Pieterlen als Meister ab. – Ob der «Mätthu» Sempach dem TV Madiswil schon gratuliert hat, ist in Abklärung.

Ein Unentschieden eine Niederlage
Die grünweisse, weibliche Täuffelen-Truppe um Spielführerin Katja Bader, legte eine Feldsaison 2017 vom Feinsten hin. Die aufgestellten Seeländerinnen holten am ersten Spieltag, am 7. Mai in Buchthalen sechs Punkte (drei Spiele). Dies wiederholten sie in Willisau, Moosseedorf und Zihlschlacht. In Brügg (Unentschieden gegen Deitingen) und an der vergangenen Schlussrunde (Niederlage im allerletzten Spiel gegen Absteiger Wolfenschiessen) passierten zwei «Missgeschicke». Täuffelen musste Punkte abgeben. Mit dem Schlusstotal von 33 Zählern liegen die Hallen-Cup-Siegerinnen 2017 lediglich drei Punkte unter dem möglichen Maximum von 36 Punkten. Wer so auftritt, hat den Titel verdient. Titelverteidiger Erschwil-Grindel kommt auf den fünften Rang. Bachs (2.) und Deitingen (3.) sichern sich die beiden anderen NL-A-Podestplätze.

«Die Sommersaison war fast perfekt. Weil wir vor einem Jahr hinter Erschwil-Grindel ‹nur› Zweite wurden, drückten wir von Anfang auf das Gaspedal. Den Feld-Titel wollten wir unbedingt wieder zurückholen. Wir lagen immer in Front. Es wurde uns dadurch auch nicht langweilig. Wir sind einfach auf jeden Sieg hungrig. Dafür arbeiten wir im Training hart. Dies wissen viele Leute gar nicht. Der Spass und die Motivation sind aber immer noch da und halten hoffentlich noch lange an», diktierte Katja Bader nach dem letzten, verlorenen Meisterschaftsspiel dem Fragesteller in den Notizblock. – Ob der «Chrigu» Stucki den TV-Täuffelen-Frauen schon gratuliert hat, ist ebenfalls in Abklärung.

Nationalliga B – Auf- und Abstiege
Hochwald-Gempen (Gold, Aufstieg) dominierte die NL-B-Meisterschaft bei den Männern. Zusammen mit Neukirch-Roggwil (2.) spielen die Solothurner und Thurgauer in der Saison 2018 in der höchsten Klasse. Sie ersetzen die Solothurner Absteiger aus Erschwil und Oberdorf-Rüttenen.

Dank den drei Schlussrunde-Siegen dominierte Wettingen (Gold, Aufstieg) in der NL B bei den Frauen. Zusammen mit Willisau (3., das zweitplatzierte Urtenen kann nicht aufsteigen, da Urtenen in der A-Klasse schon vertreten ist) spielt Wettingen in der nächsten Feldsaison in der Königsklasse. Die Aargauer- und Luzernerinnen ersetzen die Absteigerinnen aus Wolfenschiessen und Pieterlen.

Weiter mit Korbball ...
Am Samstag, 23. September 2017 findet in Welschenrohr die Aufstiegsrunde 1. Liga/NL B statt. Die ersten Spiele werden um 9 Uhr angepfiffen.

Übrigens: Korbball ist auch im GYMlive 5/2017 ein Thema – die Vorfreude ist gross.

Text und Fotos: Peter Friedli


Alle Korbball-Infos: hier.

Alle Korbball-Resultate: hier.

 SM Korbball NL A/B, Schlussrunde Damen/Herren, Pieterlen (29 kB)

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