Schweizerischer Turnverband - STV

Nationalturnen: Weitere Sieger, zufriedene Verantwortliche

11.09.17 13:45

Fünf Disziplinen, kein Muni, drei Sieger: Nachdem am Samstag, 9. September Andi Imhof (TV Bürglen) als grossartiger Sieger und Schweizer Meister der 22. Eidgenössischen Nationalturntage von Eschenbach (LU) hervorging, suchten am Sonntag, 10. September 2017 die Jugendklassen ihre Imhofs. Sie heissen: Benjamin Züger (J2, STV Tuggen), Andrin Grob (J1, Jugi Altnau TNV) und Adrian Schärz (TV Aeschi). Insgesamt tummelten sich während der Wettkampftage gegen 6500 Zuschauer auf dem Festgelände.

Auf dem Vornotenplatz: Steinstossen, ...

... Hochweitsprung, ...

... Bodenturnen ...

... und dann noch die Ringkämpfe.

Rund 14 Stunden nachdem der Urner Andi Imhof (TV Bürgeln) als Kat.-A-Sieger den 1000 Kilogramm schweren und noch nicht ganz zwei Jahre alten Sieger-Muni «Donatu» (Donner National Turnen) überreicht bekam, durfte beim «Eidgenössischen» auf den Sportanlagen Lindenfeld im luzernischen Eschenbach auch der Nachwuchs ran. 242 Jugendliche aus den J2-, J1- und JP-Klassen wollten Schweizer Meister und Kategorien-Sieger an den Eidgenössischen Nationalturntagen werden.

Zum Schmunzeln
Bei den Vornotenwettkämpfen Steinheben, Steinstossen, Bodenturnen, Hochweitsprung und Schnelllauf, drei Disziplinen müssen absolviert werden, gaben die vielen Jungturner und wenigen Jungturnerinnen im Alter von 7 bis 13 Jahre alles. Die Gesichtsausdrücke bei den Standwaagen im Rahmen der Freiübungen und beim Steinstossen, boten den Zuschauern etwas zum Schmunzeln und Staunen. Ganz wichtig, das ist auch in diesem Alter bereits bekannt: die Hilfestellung der Betreuer und Jugileiter/-innen. Noch fast wichtiger scheinen, dies haben die Leiter/-innen jeweils gar nicht so gerne, die mehr oder weniger kompetenten Ratschläge von vielen Müttern und Vätern zu sein …

Nach den Vornoten folgt das Sägemehlringen. Eine Schweiz typische Version von Ringkämpfen. Die Zweikämpfe finden nicht auf Matten sondern auf Sägemehlringen, analog dem Schwingen, statt. Auch da zeigten die Buben und Mädchen in Eschenbach über welch technisches Zweikampfverhalten diese Altersklasse bereits verfügt.

Die Tageshöchstnote sicherte sich der neun Jahre alte Berner Jungturner Adrian Schärz (JP, TV Aeschi). Von 50 möglichen Zählern holte er 50: das Maximum! Steinheben 10; Steinstossen 10; Hochweit 10 und dann noch zweimal 10 Punkte beim Ringen: Sieg und SM-Titel. Dies machte Schärz niemand nach. Benjamin Züger (STV Tuggen, 49,8 Punkte), der J2-Siger verlor auf das Maximum zwei Zehntel im Bodenturnen und Andrin Grob (Jugi Altnau TNV, 49,8) verlor beide Zehntel im Ringen.

Erstmals eine gedeckte Tribüne
Eidgenössische Nationalturntage (ENTT) finden lediglich alle sechs Jahre statt. In einem Nationalturner-Palmares haben ENTT-Siege einen besonderen Stellenwert. OK-Präsident Kurt Zemp (Eschenbach) und der Wettkampfleiter vor Ort, Roland Kunz (Willisau), waren bei ihren ENTT-Fazits des Lobes voll: «Auf den Top-Wettkampfanlagen lief alles optimal. 500 ehrenamtliche Helfer und Helferinnen leisteten 600 Einsätze. Am Samstag war das Wetter nicht optimal. Dank einer gedeckten Tribüne blieben die Zuschauer aber bei uns. Die Stimmung war immer gut. Sportlich gesehen haben wir mit Andi Imhof einen würdigen eidgenössischen Festsieger. Wir stellen auch fest, dass in den Vereinen gute Basisarbeit geleistet wird», so Zemp und Kunz unisono.

Abraham Krieger (Zentralpräsident ENV, Grosswangen) meinte: «Eidgenössische Nationalturntage sind, nach dem Eidgenössischen Turnfest, unser zweitwichtigster Wettkampf. Das Organisationskomitee und die Wettkampfleitung haben alles richtig gemacht. Da kann ich nur gratulieren und danken. Der Festakt war würdig, die Zentralfahne ist in Eschenbach angekommen. Der Samstagwettkampf verlief spannend. Imhof ist der verdiente Sieger. Bei der Jugend am Sonntag geht es spielerischer zu und her. So können wir den Jungen das Nationalturnen aber näher bringen. Dieser Anlass bietet natürlich auch gesellschaftlich viel. Die Gespräche mit Aktiven und Eltern sind mir wichtig», so Zentralpräsident Krieger.

Übrigens: Nationalturnen ist auch im GYMlive 5/2017 ein Thema – die Vorfreude ist gross.

Text und Fotos: Peter Friedli


Infos: www.nationalturntag.ch

 22. Eidg. Nationalturntage vom 9./10. September 2017, Eschenbach (LU) (0.9 MB)

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