Schweizerischer Turnverband - STV

Kunstturnen: Rücktritt von Claudio Capelli und Kevin Rossi

22.07.16 08:24

Die beiden langjährigen Nationalkader-Turner Claudio Capelli (29) und Kevin Rossi (26) treten vom Spitzensport zurück.

Claudio Capelli

Kevin Rossi

Claudio Capelli (29, Biel) war seit 2004 Mitglied des Schweizer Kunstturn-Nationalkaders. Der Berner vertrat die Schweiz an zwei Olympischen Spielen (2008 Peking, 2012 London), acht Weltmeisterschaften, zehn Europameisterschaften mit der Elite (1 x Junior) sowie unzähligen internationalen Turnieren und Weltcups. Ein Höhepunkt seiner Karriere waren sicherlich die Weltmeisterschaften in Glasgow (GBR), wo Capelli als Routinier dazu beitrug, dass das Schweizer Männerteam sich direkt für die Olympischen Spiele qualifizieren konnte und damit Turngeschichte schrieb.
Auf nationaler Ebene feierte der 29-Jährige zahlreiche Erfolge. So wurde er viermal Schweizer Mehrkampfmeister und holte weitere 18 Goldmedaillen an den Einzelgeräten. Weiter gewann er zweimal das Eidgenössische Turnfest (2007, 2013) und einmal die Eidgenössischen Kunstturn-Tage (2010). 2011 konnte er zusammen mit Giulia Steingruber als bisher einziges Schweizer Team den Swiss Cup Zürich für sich entscheiden.
«Die Entscheidung, 2016 meine Spitzensport-Karriere zu beenden, stand schon länger fest. Ein Grund ist sicher mein Alter und mittlerweile merke ich, dass auch mein Körper nicht mehr richtig mitmacht», so Capelli. In Zukunft würde er gerne als Trainer tätig sein, weshalb er bereits seit 2014 das Bachelor-Studium an der Eidgenössischen Hochschule für Sport in Magglingen absolviert. «Das nächste Ziel ist der Bachelor-Abschluss», erklärt der Berner. «Der grösste Dank gehört meiner Familie und meiner Freundin Noëmi, die mich in jeder Situation enorm unterstützt haben. Weiter danke ich allen Trainern, dem Schweizerischen Turnverband für das jahrelange Vertrauen und nicht zuletzt meinen Sponsoren», betont Claudio Capelli abschliessend.

Kevin Rossi (26, Neuenkirch) war seit 2012 Mitglied des Schweizer Kunstturn-Nationalkaders. Mit diesem vertrat er die Schweiz an den Weltmeisterschaften 2014 in Nanning (CHN), an denen sich die Mannschaft auf dem siebten Rang klassierte. Weiter stand der Luzerner an drei Universiaden (2011, 2013, 2015) im Einsatz. Zu seinen persönlichen Höhepunkten zählt Rossi auch die Teilnahme als Ersatzturner an den Weltmeisterschaften in Glasgow (GBR). 2010 und 2011 konnte er am internationalen Turnier in Bukarest (ROU) bzw. am Challenge-Cup in Doha (QAT) Bronze am Barren und Reck gewinnen. Auf nationaler Ebene sammelte der Innerschweizer diverse Medaillen, davon an den Schweizer Meisterschaften 2013 in Clarens/Montreux Gold am Boden, Barren und Reck.
«Das Ende eines Olympia-Zyklus ist für mich der richtige Zeitpunkt, um meine Turnkarriere zu beenden. Mit 26 Jahren möchte ich nun meine Ausbildung vorantreiben und etwas Neues kennenlernen», erklärt Rossi seinen Entscheid. Im August beginnt er sein Bachelor-Studium in Informatik. Dieses absolviert er als duales Studienmodell, das heisst er arbeitet 50 Prozent bei «Hewlett Packard Enterprise», wo er bereits praktische Erfahrungen sammeln kann.
Kevin Rossi möchte aber dem Turnsport erhalten bleiben und wird sich nächstes Jahr zum Kampfrichter ausbilden lassen.
«Ich bedanke mich bei allen, die mich auf meinem Weg als Kunstturner unterstützt haben – speziell meiner Familie, meinem Umfeld und allen Trainern», so Rossi abschliessend.

Text: Alexandra Herzog
Fotos: STV


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