Schweizerischer Turnverband - STV

Korbball: STV-Cup Halle – Moosseedorf und Lorraine-Breitenrain

16.03.14 02:29

Aarwangen, im Turnverband Bern Oberaargau-Emmental gelegen, war am Samstag, 15. März 2014 Treffpunkt zum Finaltag der STV-Korballspieler/-innen, die im Hallen-Cup 2013/14 noch im Rennen um die Titel lagen. Nach insgesamt acht spannenden Partien, stand fest: Beide Cup-Titel gehen dieses Jahr in den Kanton Bern. Lorraine-Breitenrain (Turner) und Moosseedorf I (Turnerinnen) setzten sich in den Finalspielen durch.

Spannung auf dem Spielfeld, ...

... Spannung auf der Bank ...

... und Entspannung mit den Goldmedaillen:
Moosseedorf I(hinten, rot) und Lorraine-
Breitenrain (vorne, grau-rot).

Nach vier Halbfinal-Partien standen in der Korbball-Sparte die STV-Cupfinal-Paarungen 2013/14 fest. Bei den Turnern Neuenkirch gegen Lorraine-Breitenrain und Täuffelen I gegen Moosseedorf I bei den Turnerinnen. Weiter war vor den beiden Finalbegegnungen klar: Den Titelträgerinnen aus dem Vorjahr, Täuffelen I, bot sich in der Mehrzweckhalle Aarwangen die spannende Möglichkeit, den dritten Cup-Titel in Folge zu sichern: es gelang nicht.
Altnau, 2013-Cupsieger bei den Männern, spielte im Halbfinal gut, gegen Lorraine-Breitenrain aber zu wenig gut. Die Ostschweizer verpassten den begehrten Finaleinzug gegen die Berner. Bachs, Erschwil (Damen), Altnau und Erschwil (Männer) blieben in den Halbfinals auf der Strecke. Sie verloren in diesem Durchgang ihre Partien allesamt.

Mit kürzer treten – zum Cup Sieg
Wenn sich Ronny Baumgartner, Patrick Baumann, Robert Chodelka, Vojce Dzagalov, Alain, Philippe und Yves Jacob sowie Markus Luder, Daniel Rohr und Jürgen Sahner in ihr grau-rotes Spieltenü stürzten, die Turnschuhe schnüren und als geeinte Korbballer des TV Lorraine-Breitenrain nach dem weissen Ball greifen und auf den Korb schiessen, müssen sich die Gegner warm anziehen – das wissen diese aber alle. Lorraine-Breitenrain ist im Korbball ein Begriff. Die Berner haben alles gewonnen, was es in diesem Ballspiel in der Schweiz zu gewinnen gibt. Seit 2001 standen sie zwölf Mal auf dem Cup-Podest. Mit dem aktuellsten 2014-Titel, sechs Mal zuoberst als Siegermannschaft.

Die mehrfachen Schweizer NL-A-Meister wollten eigentlich etwas kürzer treten – war zu hören. Jetzt sind sie, auf jeden Fall im Cup, wieder da. Bärau, Menznau, Fraubrunnen, Bachs, Pieterlen, Altnau und im Final Neuenkirch, wurden alle besiegt: Cup-Gold 2013/14 geht verdient an Lorraine-Breitenrain. «Wir haben auf unserem Weg alle geschlagen: die Cup- und ETF-Sieger sowie den Schweizer Meister 2013. Jetzt, vor dem Final gegen Neuenkirch, bin ich zuversichtlich. Ich denke, die liegen uns. Vor dem Halbfinalspiel gegen Altnau habe ich mit einem Sieg spekuliert», so Yves Jacob, der selbstsichere Lorraine-Breitenrain-Kapitän, kurz vor dem Cup-Endspiel gegen Neuenkirch.

Das Finalduell Neuenkirch gegen Lorraine-Breitenrain gab es in der Korbball-Hallencup-Geschichte so noch nie. Mit der Riege aus Neuenkirch stand den Bernern aber er erste Cupsieger des Männer-Hallencup-Wettbewerbs insgesamt gegenüber. 1992/93 holten die Luzerner den ersten Titel. In der Zwischenzeit reichte es zu viermal Bronze (1998/99, 2004/05, 2008/09, 2009/10) und in Aarwangen nun noch zur fehlenden, ersten Silbermedaille. «Wir haben das Spiel klar in der ersten Hälfte verloren. Die Treffsicherheit unseres Gegners bei Weitschüssen brach uns das Genick. Wir konnten aber Silber gewinnen und haben nicht Gold verloren. Unser Ziel heute war der Titel, keine Frage. Lorraine war einfach besser. Wir zeigten aber Moral. Ich bin auf meine Mannschaft stolz», so Marco Beer, der Neuenkirch-Trainer, nachdem sich die erste Enttäuschung gelöst hatte.

Moosseedorf holt auf
Bei den Turnerinnen sieht die Cupfinal-Paarungsgeschichte etwas anders aus. Für Nicole Hänni, Tanja Jossen-Steuri, Carmen und Daria Ott, Muriel und Leonie Scheurer, Sandra Schneider sowie Romina Wüthrich war es in ihrem rot-schwarzen Tenü nicht die erste Begegnung gegen die in Grün spielenden Athletinnen vom DTV Täuffelen. In der Cup-Geschichte kam es bereits fünfmal zu diesem Duell (2004/05, 2009/10, 2010/11, 2012/13, 2013/14). Dabei holte sich Täuffelen dreimal Gold. Zweimal ging der Sieg an Moosseedorf.

Die beiden Riegen kennen sich bestens. Grosse Geheimnisse gibt es da nicht mehr. Sie standen sich auch in anderen Wettbewerben (NL-A-Meisterschaft, ETF usw.) schon diverse Male gegenüber. Es wird spannend zu beobachten sein, wie sich das Dauerduell der beiden Berner Frauschaften weiter entwickelt. «In der Cup-Saison 2013/14 lief es uns sehr gut. Wir hatten teilweise mit Personalmangel zu kämpfen, konnten diese Herausforderung aber lösen und die Cupspiele gewinnen. Das heutige Ziel war der Finaleinzug. Dies ist gelungen. Das Finalspiel gegen Täuffelen war nie eng. Wir hatten immer ein gutes Polster. Dieses gab Sicherheit. Den Vorsprung konnten wir verwalten und über die Zeit bringen», so Lotti Steuri, die glückliche Trainerin von Moosseedorf.

«Moosseedorf hat heute besser gespielt, dass muss man ihnen lassen. Wir sind enttäuscht. Die heutige Niederlage wird für uns nun Motivation für das Training und die Vorbereitung der kommenden NL-A-Freiluftsaison sein. Diese fängt heute für uns an. Im Sommer geben wir wieder Vollgas», bilanzieren und versprechen Christa König und Andrea Oppliger, die beiden Korbballerinnen von Täuffelen.

Zufrieden
Renato Fux (Männer) und Katja Stauffer (Damen), die beiden Verantwortlichen für die Cup-Organisation, sind mit dem Verlauf der Saison 2013/14 insgesamt zufrieden. «Es kam von der ersten Runde an zu spannenden Begegnungen. Dass am Schluss Lorraine vorne liegt, ist für mich keine Überraschung. Bei der Festlegung der Spieldaten, können wir uns noch verbessern. Das machen die Frauen besser. Insgesamt bin ich mit dem Cup 2013/14 aber zufrieden», so Fux auf Nachfrage. – «Ich stand zum ersten Mal in der Verantwortung, durfte aber auf die Unterstützung von Margrit Buri zählen. Mit den Terminen und den Spielrunden hat alles geklappt. Die Favoriten setzten sich am Schluss durch», äussert sich Stauffer zum Damenbereich.

Gut zu wissen: Sonntag, 29. März 2014, SM Korbball Halle Damen/Herren U20 in Willisau. – Spielbeginn: 8 Uhr.

Text und Fotos: Peter Friedli


RESULTATE
Halbfinals, Frauen: Bachs – Täuffelen I 13:17 (Halbzeit 5:9). Moosseedorf I – Erschwil 19:12 (8:6). -- Finalpaarung: Täuffelen I – Moosseedorf I. -- Männer: Erschwil – Neuenkirch 15:17 (7:9). Altnau – Lorraine-Breitenrain 12:14 (4:5). -- Finalpaarung: Neuenkirch – Lorraine-Breitenrain.
Rangspiele, 3./4. Platz, Frauen: Bachs – Erschwil 20:19 (10:11). -- Männer: Erschwil – Altnau 11:12 (2:5).
Cupfinal, Frauen: Täuffelen I – Moosseedorf I 13:17 (6:9). -- Männer: Neuenkirch – Lorraine Breitenrain 15:18 (6:12). -- STV-Cup Korbball Halle 2013/14, Frauen: 1. Moosseedorf I. 2. Täuffelen I. 3. Bachs. 4. Erschwil. -- Männer: 1. Lorraine-Breitenrain. 2. Neuenkirch. 4. Erschwil.

Die Infos zur Korbball-Cup-2013/14-Geschichte hier: www.stv-fsg.ch/sportarten/spiele/korbball/anlaessemeisterschaften/stv-cup-korbball-halle.

 

 

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