Schweizerischer Turnverband - STV

Geschichte Eidgenössische Turnfeste

Aus den bescheidenen Anfängen 1832 mit einigen Dutzend Turnern ist aus den Festen des Schweizerischen Turnverbands STV ein Ereignis entstanden, das Zehntausende einbindet und Erwachsene sowie Jugendliche aus allen Landesteilen und Sprachregionen zusammenführt.

Die Allgemeinen Übungen waren bis 1984 in Winterthur das Massenereignis der Eidgenössischen Turnfeste. 1838 bis 1849 turnte ein Vorturner ad-hoc-Übungen vor und die Willigen unter den Festteilnehmern turnten ihm schlecht bis recht nach, was regelmässig das Gelächter der Zuschauer erregte. Schon ab 1865 turnte man zum Takt von Musik – damals waren 250 Turner beteiligt. Im Jahr des 100-jährigen Bestehens 1932 in Aarau waren es dann bereits deren 16000!

Eidg. Turnfest 1932 Aarau – 100- Jahr Jubiläum

Das Sektionsturnen (heute Vereinsturnen), eine schweizerische Spezialität an Turnfesten, entwickelte sich aus dem Riegenturnen. Am ETF 1859 in Zürich wurden erstmals simultane Übungen an Geräten vorgeführt. 1871 wurde die Anzahl der Sektionsturner in der Wertung mitberücksichtigt, um nicht grosse Riegen zu benachteiligen. Noch heute wird der Siegerverein der ersten Stärkeklasse, der teilnahmestärksten Kategorie, Turnfestsieger.

Pferdsektion des TV Birmenstorf - 1959

Die Eidgenössischen Turnfeste waren, wie alle Eidgenössischen im 19. Jahrhundert, Feste des männlichen liberalen Bürgertums. Die Frauen blieben davon ausgeschlossen. Die ersten Frauenturntage fanden erst 1932 in Aarau statt, allerdings eine Woche vor den Männern: «Es widerspricht der Frau, mit den grossen Scharen der Turner zum Fest zu ziehen, und wir sind der Frau die Rücksicht auf ihre Psyche im weitesten Sinne schuldig», so die Erklärung. Dabei blieb es bis 1991. Erst bei den Frauenturntagen in Aarau 1972 – ein Jahr nach der Einführung des Frauen-Stimm- und Wahlrechts in der Schweiz – wurden erstmals Wettkämpfe mit offiziellen Ranglisten und Siegerinnen ausgetragen.

Esther Zimmermann, erste Eidg. Turnfestsiegerin im Kunstturnen

Von 1832 bis 1865 veranstaltete die Schweizer Turnerschar ihre Feste jährlich. Ab 1867 fand das Eidgenössische unregelmässig statt, bis 1874 ein 2-Jahres-Zyklus und ab 1888 der 3-Jahres-Zyklus eingeführt wurde. Zwischen 1912 und 1922 sowie zwischen 1936 und 1947 wurden wegen der beiden Weltkriege keine Turnfeste durchgeführt. 1947 stellte der Eidgenössische Turnverein ETV auf einen 4-Jahres- und 1972 auf einen 6-Jahres-Zyklus um. Das turnusmässig für 2008 vorgesehene Turnfest in Frauenfeld wurde mit Rücksicht auf die UEFA EURO 2008 in der Schweiz und in Österreich um ein Jahr, auf 2007, vorverlegt.

2013 nahmen 17000 Kinder und Jugendliche am 75. Eidgenössischen Turnfest in Biel teil (insgesamt 60000 Teilnehmende). Der grösste Breitensportanlass der Schweiz wurde von zwei Stürmen heimgesucht, die zu grossen Schäden und bedauerlicherweise zu einigen Verletzten führten.

Dank dem grossartigen Einsatz von Zivilschutz, Armee und zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfern konnte das Eidgenössische Turnfest 2013 dennoch bis zum Ende weitergeführt werden.

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